SEO: Suchmaschinenoptimierung

Wissen Sie, wie viele Blogartikel weltweit innerhalb von 24 Stunden veröffentlicht werden?

Fast 2,5 Millionen sind es alleine auf WordPress.com. Tag für Tag.

Stellen Sie sich vor: Während Sie die ersten Zeilen dieses Textes lesen, erscheinen zeitgleich mehr als 150 Blogartikel.

Jeder Blog lebt in erster Linie von seinen Lesern. Blogger wollen eine engagierte Community. Doch wie bringen Sie Menschen überhaupt auf Ihre Seite?

Ihre Website muss gefunden werden. Und dazu müssen Sie optimieren. Stichwort SEO.

Suchanfragen. Gestatten Sie mir ein weiteres Zahlenspiel: Wie hoch schätzen Sie die Anzahl täglicher Suchanfragen auf Google?

Neuesten Schätzungen zufolge sind es mindestens 5,5 Milliarden! Unfassbare Werte, finden Sie nicht? Stellen Sie sich vor: Mit jeder Bewegung des Sekundenzeigers kommen 64.000 Suchen dazu.

Was ich sagen möchte: Ihr Erfolg im Internet steht und fällt mit der Platzierung in den Suchergebnissen. Search Engine Optimization ist der Schlüssel zu mehr Sichtbarkeit und Traffic.

Der Begriff Suchmaschinenoptimierung ist komplex. Nicht selten wird das Konzept auch missverstanden. So sind im Laufe der Jahre eine Reihe von SEO-Mythen entstanden.

SEO ist mehr als die Summe von Links und Keywords. Und geht über die Grenzen von Suchmaschinen hinaus.

Zusammen mit Ihnen möchte ich das Konzept einmal unter die Lupe nehmen:

Was ist SEO eigentlich?

Auf der Suche nach einer Definition hilft ein Blick auf Wikipedia:

„Suchmaschinenoptimierung […] bezeichnet Maßnahmen, die dazu dienen, dass Inhalte wie Webseiten, Videos und Bilder im organischen Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) auf höheren Plätzen erscheinen“.

Oder in anderen Worten:

SEO ist die strategische Gestaltung von Webinhalten. Ziel ist die optimale Platzierung innerhalb der Suchergebnisse für einen bestimmten Suchbegriff.

Entscheidend sind Qualität und Relevanz. Die Popularität innerhalb der sogenannten SERPs (Search Engine Result Pages) hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Aber dazu später mehr.

SEO verstehen, bedeutet die Suchmaschinen verstehen lernen. Einen ansprechenden visuellen Ansatz dazu liefert Google auf den Seiten von Inside Search:

SEO ist ein ganzheitliches Konzept.

Nicht selten optimieren Blogger und Unternehmer ausschließlich für Suchmaschinen. Machen Sie nicht den gleichen Fehler!

Mensch und Maschine bestimmen Ihren Online-Erfolg. Optimieren Sie für Suchmaschinen und Besucher gleichermaßen. Sie wollen nicht nur Rankings, sondern auch Traffic.

Nehmen wir ein Beispiel:

Sagen wir, Sie schreiben einen Artikel zum Thema „Einfache und wirkungsvolle Methoden Ihre Produktivität zu steigern“. Dann sollte dieser für den Suchbegriff „Produktivität steigern“ unter den ersten Ergebnissen angezeigt werden. So die Idealvorstellung.

Und hier kommt SEO ins Spiel: Sie wollen Google überzeugen, Ihren Ratgeber auf der ersten Seite zu führen. Verstehen Sie Suchmaschinenoptimierung als prägnantes Empfehlungsschreiben.

Eine Anmerkung am Rande: Nicht selten nutze ich Google als Synonym für Suchmaschine. Bei einem Marktanteil von hierzulande 94 Prozent sei mir das hoffentlich verziehen.

SEO + SEA = SEM

Auf den ersten Blick mag dieser Titel etwas kryptisch wirken. Lassen Sie mich aufklären:

SEM steht für Search Engine Marketing oder Suchmaschinenmarketing. Neben dem Bereich Suchmaschinenwerbung (SEA für Search Engine Advertising) ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wesentlicher Bestandteil.

Soviel zu meiner „Buchstaben-Rechnung“.

Gemeint ist die Vielfalt werblicher Maßnahmen, um eine Online-Präsenz innerhalb von Suchmaschinen gezielt zu stärken. Eine optimale Sichtbarkeit ist das Ziel. Potenzielle Kunden sollen gewissermaßen über Ihr Angebot stolpern.

Dieser Teilbereich des Online-Marketings kann überaus effektiv und effizient sein. Vorausgesetzt die Strategie stimmt.

Warum ist Suchmaschinenoptimierung auch für B2B wichtig?

Nehmen wir noch einmal die Zahlen vom Anfang dieses Artikels: 64.000 Suchanfragen auf Google pro Sekunde!

Und jetzt kommt der Faktor Suchmaschinenmarketing ins Spiel:

Wissen Sie, wie viele Menschen Anzeigen innerhalb von Google ignorieren und sich auf die organischen Suchergebnisse konzentrieren? Mehr als 70 Prozent. Nur ein Viertel aller Nutzer geht überhaupt auf Seite zwei der SERPs.

Dazu kommt: Mehr als zwei Drittel aller Klicks fallen auf die ersten fünf Suchergebnisse. Mehr als 30 Prozent sind es alleine für die Nummer eins der organischen Suchergebnisse. Mehr als doppelt so viele, wie für die Position zwei und drei zusammen.

Wo früher noch durch die Suchergebnisse gescrollt wurde, wird heute die Suche verfeinert. Mehr als die Hälfte aller Suchanfragen bestehen aus vier und mehr Wörtern. Sogenannte Long Tail Keywords, aber dazu später mehr.

Was all diese Zahlen zeigen: Wer bei Google nicht unter den vorderen Suchergebnissen landet, fällt beinahe unweigerlich durchs Raster. Ohne Sichtbarkeit weder Traffic noch Conversion. Und diese Faktoren können Sie mit SEO entscheidend beeinflussen.

Ranking-Faktor = Erfolgs-Indikator?

An anderer Stelle habe ich Googles Story zum Thema „Suche“ bereits erwähnt. Interessant ist dabei folgender Zusatz: „Aus Algorithmen werden Antworten“.

Google selbst spricht von „über 200 einzigartigen Signalen“. So soll Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse für die jeweilige Anfrage geliefert werden.

Eine positive User Experience steht im Vordergrund. Dabei ist Zeit ebenso ein Faktor wie Qualität. Jedem Nutzer soll innerhalb kürzester Zeit eine Liste mit hochwertigen Vorschlägen geliefert werden. Suchen und finden, das ist die Idee.

Doch welches sind gute und welches weniger gute Vorschläge? Hier kommen Suchalgorithmen ins Spiel.

Gemeint sind mehr oder weniger eindeutige Bewertungskriterien, nach denen Suchmaschinen Substanz und Relevanz von Websites beurteilen.

Hier einmal ausgewählte Einflussfaktoren aus dem Google-Fundus:

  • Begriffe auf Websites
  • Aktualität des Inhalts
  • Standort
  • PageRank

Lange Zeit war PageRank das offensichtlichste und vermeintlich wichtigste Qualitätskriterium. Seit April 2016 ist dieser aus der Google Toolbar verschwunden. Und fortan nur noch eine interne Kennzahl.

Der Grund? Offiziellen Meldungen zufolge auf Grund der zunehmenden Komplexität des Internets und der Abkehr vom PageRank als zentralen Qualitätsindikator jedes Internetauftritts.

Oder anders formuliert: Webmaster sollen Websites verbessern, nicht nur den PageRank – für Menschen optimieren, nicht für Maschinen.

Der Google Algorithmus ist komplex. Die Liste der Ranking-Faktoren ist lang  und viel diskutiert.

Wenn es so etwas wie eine vollständige Liste gibt, dann vermutlich die Version von Brian Dean auf Backlinko. Fundierte Einblicke ermöglichen zudem die alljährlichen Ranking-Faktor-Studien von Searchmetrics.

Darüber hinaus hat das Online-Magazin Search Engine Land vor einiger Zeit sein „Periodensystem der SEO-Erfolgsfaktoren“ veröffentlicht:

Auch wenn die vorliegende Version zuletzt 2015 aktualisiert wurde, ein Blick lohnt allemal.

SEO im Wandel der Zeit

Kennen Sie die vielleicht größte Hürde in Sachen SEO? Modifizierte Suchalgorithmen. Kontinuierliche Algorithmus-Updates können schnell zur Herausforderung werden.

Einer Umfrage zufolge sieht mehr als ein Drittel der Marketer darin die größte Hürde. Mehr als zwei Drittel der befragten Marketing-Fachleute betrachtet hochwertige und relevante Inhalte grundsätzlich als effektivste SEO-Strategie.

Suchmaschinen und deren Nutzer werden das mit Freude zur Kenntnis nehmen. Doch das war nicht immer so.

Die Geschichte der Suchmaschinenoptimierung

Die Anfänge des SEO können getrost unter dem Motto „Quantität statt Qualität“ zusammengefasst werden. So waren Ende des 20. Jahrhunderts die Anzahl an Backlinks und Keywords entscheidend für die Platzierung in Suchmaschinen.

Einfache Mathematik, die jedoch überaus empfindlich für Manipulationen war. Stichwort Keyword-Stuffing oder Linkfarmen.

Mit Einführung des Google PageRanks im Jahr 2000 änderte sich daran zunächst wenig. Doch schon bald kamen die ersten Anti-Spam-Maßnahmen: Google Updates.

Folgende detaillierte Übersicht der einzelnen Algorithmus-Änderungen verdeutlicht dabei wunderbar die Entwicklung des SEO. Passend dazu bietet Sistrix auch das Google-Update-Tool:

Hier lässt der Einfluss größerer Google-Updates auf die Sichtbarkeit jeder beliebigen Domain einsehen.

Qualität statt Quantität. Mit den Algorithmus-Änderungen ging die Entwicklung schrittweise von Quantität zu Qualität. Neben thematischer Relevanz wurden auch technische Aspekte zunehmend wichtiger.

Als weiterer Meilenstein gilt das Jahr 2005 und das sogenannte Allegra Update. Manipulative Maßnahmen des Google Rankings und auch Duplicate Content wurden fortan empfindlich bestraft.

2007 führte Google mit Universal Search seine vertikalen Suchmaschinen wie News und Shopping sowie Images und Video ein. Separate Datenbanken sollten fortan besser auf spezielle Suchanfragen reagieren können.

Die vielleicht tiefsten Spuren haben die Updates Panda und Penguin in der Suchmaschinenlandschaft hinterlassen:

Mit dem Panda-Update wurden qualitativ minderwertige Websites herabgestuft. Stichwort Thin Content. Faktoren wie einzigartige und hochwertige Inhalte, natürliche Backlinks sowie das Surf-Verhalten waren ab sofort wichtige Qualitätsindikatoren.

Penguin hingegen ist als in erster Linie als Webspam-Update bekannt. Manipulierenden SEO-Praktiken wie dem bereits erwähnten Keyword Stuffing und Linkfarmen sowie Cloaking wurde radikal der Kampf angesagt.

In die Liste der vermeintlich „tierischen“ Algorithmus-Änderung reihte sich 2014 das Hummingbird Update ein. Der Deckname „Kolibri“ steht hierbei sinnbildlich für schnelle und präzise Suchergebnisse.

Im Gegensatz zu Ranking-Algorithmen wie Panda und Penguin handelte es sich bei Hummingbird jedoch um einen neu entwickelten Such-Algorithmus. Gewissermaßen Googles Antwort auf die Evolution der Suche.

Heute ist Suchmaschinenoptimierung mehr als nur die Summe messbarer Faktoren. Googles Ziel war es, die Suche spürbar besser zu gestalten - im wahrsten Sinne des Wortes:

SXO als Strategie der Zukunft?

Die Anforderungen und Ansprüche von Internetnutzern steigen. Im Hinblick auf Suchmaschinen ist das nicht anders. Zeitgemäße SEO-Strategien berücksichtigen das.

Nicht nur Rankings sind entscheidend, sondern auch die Usability. Je benutzerfreundlicher eine Website, desto größer die gefühlte Nutzungsqualität – die sogenannte User Experience (UX).

Bereits Ende 2012 hat Ben Potter in einem Artikel auf Econsultancy.com versucht, das „E“ in SEO neu zu besetzen. Folgendes Zitat verdeutlicht seinen Ansatz:

„Nicht Suchmaschinen kaufen Produkte, sondern Menschen.“

Nicht Suchmaschinen sollten im Vordergrund stehen, sondern Suchergebnis und Sucherlebnis. Der Fokus sollte nicht auf Engine liegen, sondern auf Experience.

Die perfekte Balance zwischen Usability und Ranking, das ist die Idee hinter SXO – optimieren für Mensch und Maschine.

Fakt ist: Nutzerverhalten und Interaktion sind wichtige Qualitätsindikatoren für Google. Ganz gleich, ob Klicks und Kommentare, Verweildauer oder wiederkehrende Besucher, Google vertraut auf die „Meinung“ seiner Nutzer.

Search Experience Optimization ist wichtiger denn je! Doch wie sieht die Strategie in der Praxis aus? Hier einmal die Eckpfeiler:

  1. Qualität der Inhalte fernab von Keywords:
    Erfüllt Ihr Text die Erwartungen der Besucher? Geht der Content in die Tiefe oder ist er eher „Träger für bestimmte Keywords“?
  2. User Experience im Allgemeinen:
    Wie schnell lädt die Seite? Wie intuitiv ist die Navigation? Wie ist die Darstellung auf unterschiedlichsten Geräten?
  3. Relevanz der Inhalte:
    Ist der Content hochwertig und bietet einen spezifischen Mehrwert?
  4. Optimierung der Inhalte:
    Reflektieren die On-Page SEO-Elemente den eigentlichen Content oder dienen diese lediglich der besseren Positionierung in den Suchergebnissen?

Google möchte das bestmögliche Ergebnis und Erlebnis für jeden einzelnen Nutzer. Bei einer wirklich nachhaltigen SEO-Strategie ist das nicht anders.

Google und Mobile SEO

Wie hoch schätzen Sie den Anteil mobiler Geräte im Hinblick auf die gesamte Internetnutzung? Beachtliche 75 Prozent sollen es aktuellen Prognosen zufolge im Jahr 2017 sein.

Nicht umsonst ist „mobile friendly“ seit April 2015 Google Ranking-Faktor. Sind Websites nicht für die Darstellung auf Smartphones optimiert, leidet die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen auf Mobilgeräten erheblich.

seo

pixabay.com © VolkerSchnaebele

Ende 2016 sorgte Google diesbezüglich mit einer Ankündigung für Aufsehen: Zukünftig soll der Fokus auf dem Mobile Index liegen. Soll heißen: Die mobile Version einer Website ist entscheidend für das Ranking innerhalb der SERPs.

Mehr als jede zweite Suchanfrage kommt schon jetzt von mobilen Geräten. Und rückläufig sind diese Zahlen vermutlich nicht.

Responsive Webdesign ist längst unverzichtbar. Und selbst eine Entwicklung hin zu Mobile First scheint nicht ausgeschlossen.

Doch was bedeutet diese Entwicklung hinsichtlich SEO? Zeitgemäße Suchmaschinenoptimierung steht im Zeichen von Mobile SEO. Wobei insbesondere technische Faktoren von Bedeutung sind:

  • Wie sind die Ladezeiten?
  • Werden alle Inhalte und Elemente auch in der mobilen Version dargestellt?
  • Sind Navigation und Bedienung auf mobile Geräte ausgelegt?
  • Kann Google die mobile Website problemlos durchsuchen und analysieren?

Eine zuverlässige Möglichkeit die Mobiltauglichkeit Ihrer Website zu prüfen, bietet der Mobile-Friendly-Test von Google.

Sie möchten zudem wissen, wie Ihre Seite auf einer Vielzahl von Displaygrößen dargestellt wird? Ein Blick auf das Responsive Web Design Testing Tool von Matt Kersley verrät es Ihnen.

Local Search

Haben Sie schon einmal von Local SEO gehört? Ziel der lokalen Suchmaschinenoptimierung ist eine bessere Platzierung innerhalb der Suchergebnisse unter geografischen Gesichtspunkten.

Ein Beispiel?

Sagen wir, Sie suchen über Google „vegetarische Pizzeria Berlin“. Dann werden unterhalb der Anzeigen konkrete Restaurants mit einer Vielzahl von Informationen aufgelistet. Den passenden Kartenausschnitt von Google Maps gibt es direkt dazu.

Wiederholen Sie die Suche einmal ohne den Zusatz „Berlin“. Dann bekommen Sie die Ergebnisse für Ihren jeweiligen Standort. Google weiß also, wo Sie sind. Und nach Ihrer Eingabe meist auch, was Sie wollen.

SEO Pizzeria

Starten Sie einmal eine Suche für Ihre Branche und Ihre Region. Sind Sie und Ihr Unternehmen in dem integrierten Branchenführer zu finden? Dann haben Sie bereits einen Eintrag unter My Business von Google – Ihre detaillierte Visitenkarte innerhalb der Suchmaschine.

Zeigen Sie potenziellen Kunden, wo Sie zu finden sind. Hinterlegen Sie Öffnungszeiten und Kontaktdetails. Laden Sie visuelle Elemente in Form von Logo oder Fotos hoch.

Sobald der Brancheneintrag von Google bestätigt ist, können Kunden über Rezensionen zudem ihre Erfahrung bewerten. Als Firmeninhaber stehen Ihnen im Dashboard zudem diverse Statistiken zur Verfügung.

Warum Local SEO so wichtig ist?

Mehr als 70 Prozent aller Nutzer betreten nach einer lokalen Suchanfrage ein Geschäft in der Nähe. Fast ein Drittel aller regionaler Suchanfragen führt gar zu einer Kaufhandlung. Beeindruckende Zahlen!

Doch Local SEO ist mehr als ein Eintrag im Branchenbuch von Google inklusive Markenseite auf Google Plus. Das Ranking einer Seite wird von einer Vielzahl von Elementen und Faktoren beeinflusst.

Welche das sind, verrate ich Ihnen im weiteren Verlauf dieses Leitfadens. Zunächst einmal möchte ich auf gängige SEO-Praktiken eingehen - die glaubwürdigen und die fragwürdigen.

Der Unterschied zwischen White Hat und Black Hat SEO

Suchmaschinenoptimierung ist unglaublich komplex. Die Fülle an Ranking-Faktoren erfordert dabei immer komplexere Strategien.

Grundsätzlich gilt: SEO ist ein langfristiger Ansatz. Nur so ist Ihr Projekt auch wirklich glaubwürdig und nachhaltig.

Noch vor wenigen Jahren war es relativ einfach, eine Website innerhalb kürzester Zeit unter die Top-Resultate von Suchmaschinen zu katapultieren. Allein mit geschickter Investition und Manipulation.

Doch die Evolution der Algorithmen hat gleichzeitig die ein oder andere Revolution im Bereich SEO losgetreten. Richtlinien wurden kontinuierlich angepasst und teils empfindliche Sanktionen verhängt. Stichwort Google Penalties.

Bewusstes Manipulieren von PageRank und Rankings hat einen Namen: Black-Hat-SEO. Die Methoden sind vielschichtig und zwielichtig.

In seinen Richtlinien für Webmaster hat Google die wichtigsten Gründe für eine potenzielle Abstrafung aufgeführt. Hier einmal ausgewählte Spam-Praktiken im Überblick:

  1. Linktauschprogrammme:
    – Der Kauf oder übermäßige Tausch von Backlinks, die PageRank weitergeben.
    – Backlinks mit (über-)optimiertem Ankertext.
    – Verdächtige Links von Web-Verzeichnissen bzw. in Kommentare von Foren oder Blogs.
    – Sogenannte „do-follow“ Links in Textanzeigen oder Gastartikeln.
  2. Cloaking:
    Das bewusste Vorenthalten von Webinhalten für Googles Webcrawler bei gleichzeitiger „Überoptimierung“ der Inhalte für Internetnutzer.
  3. Doorway-Pages:
    Sogenannte Brückenseiten. Auf bestimmte Schlüsselwörter optimierte Domains, die als Zwischenseite lediglich auf eine gewünschte Hauptseite weiterleiten.
  4. Duplicate Content:
    Aus anderen Quellen kopierte Inhalte, die ohne Mehrwert unverändert oder nur unwesentlich abgeändert auf der eigenen Seite veröffentlicht werden.
  5. Keyword-Stuffing:
    – Unnatürlich häufige Wiederholungen bestimmter Begriffe oder ganzer Wortgruppen, was zudem zulasten der Lesbarkeit geht.
    – Das „Überoptimieren“ der sogenannten Meta-Elemente, beispielsweise durch übertriebene Aneinanderreihung von Stichwörtern.

Mit Qualitätsrichtlinien und gezielten Updates hat Google unlauteren SEO-Praktiken vehement den Kampf angesagt. Und hinsichtlich Strafen selbst vor großen Namen nicht zurückgeschreckt – angefangen bei Abstufungen, bis hin zum kompletten Ausschluss von Domains aus dem Suchindex.

Im Kontrast zu den zweifelhaften Praktiken steht White-Hat-SEO. Auch hier soll das Domain-Ranking innerhalb der organischen Suchergebnisse verbessert werden. Allerdings mit zulässigen Mitteln.

Das ist der nachhaltige und wirklich erfolgversprechende Ansatz. Doch wie sehen saubere Maßnahmen im Detail aus?

Der Leitgedanke lässt sich wie folgt zusammenfassen: Technische Optimierung sowie natürlicher Linkaufbau mit hochwertigen, relevanten und transparenten Inhalten.

Hier einmal die Gegenbeispiele zu den dubiosen Methoden weiter oben:

  1. Natural Linkbuilding:
    – Das Erzeugen qualitativ hochwertiger Inhalte, die automatisch zum Teilen und Verlinken animieren.
    – Verzicht auf optimierte Ankertexte
    – Wenn überhaupt nur Links von ausgewählten Webverzeichnissen und durch gehaltvolle Kommentare.
    – Ausschließlich „no-follow“ Links in Textanzeigen oder Gastartikeln.
  2. Barrierefreiheit:
    Crawlern die Website leicht und schnell zugänglich machen und auf die tatsächlichen Inhalte hin optimieren.
  3. Landing Pages:
    Eine auf Werbeträger und Zielgruppe optimierte Webseite, die ein bestimmtes Produkt oder ein Dienstleistungsangebot vorstellt.
  4. Unique Content:
    Einzigartige und hochwertige redaktionelle Inhalte mit Relevanz und Mehrwert für Leser.
  5. Semantik:
    Natürliche redaktionelle Texte, bei denen Mehrwert und Lesbarkeit im Vordergrund steht. Schlüsselwörter erscheinen automatisch, nicht systematisch im Text.

Ein anderer Ansatz wird gerne übersehen beziehungsweise unterschätzt: Interne Verlinkungen. Relevante und logische Querverweise auf andere Inhalte einer Website sind hilfreich – für Besucher und Suchmaschinen gleichermaßen.

Unterm Strich lässt sich festhalten: Produzieren und optimieren Sie für Menschen und behalten Sie Suchmaschinen im Hinterkopf. Nicht umgekehrt.

Verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit der Suche nach potenziellen Schlupflöchern. In den Richtlinien für Webmaster erwähnt Google einen interessanten Aspekt:

„Ist dies für meine Nutzer von Vorteil? Würde ich das auch tun, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?“

Können Sie beide Fragen mit ja beantworten, handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um ethische SEO-Praktiken.

Grey Hat SEO als legitime Grauzone?

Kennen Sie den Ausspruch „Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß“? Im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung ist das nicht anders. Doch was bedeutet das konkret?

Genau genommen ist Grey-Hat-SEO keine Mischform. Sondern vielmehr die Anwendung nicht eindeutig definierter Methoden. Oder realistisch betrachtet: Zweifelhafte Praktiken, die nicht explizit gegen die Richtlinien verstoßen.

Eine schwammige Definition, finden Sie nicht? Und genau deshalb sollten Sie auch darauf verzichten.

Negative SEO

Auch dieses „Konzept“ sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Es geht um negative Suchmaschinenoptimierung. Oder anders formuliert: das gezielte Verschlechtern des Rankings.

Warum jemand überhaupt auf eine solche Idee kommen sollte? Erbitterter Wettbewerb und verbitterte Konkurrenz!

Dabei muss es noch nicht einmal um Sabotage in Form eines Hacks oder Schadsoftware handeln. Auch dubiose Link-Praktiken können eine Domain in die Knie zwingen.

Lässt sich eine Attacke auf Sie und Ihre Website ausschließen? Nein. Aber Sie können bestimmte Vorkehrungen treffen. Um so effektiver reagieren zu können:

  1. Erstellen Sie einen Google Webmasters Account und aktivieren Sie in den Search Console-Einstellungen E-Mail-Benachrichtigungen.
  2. Verschaffen Sie sich einen regelmäßigen Überblick über Ihr Backlink-Profil. Achten Sie insbesondere auf neue und verlorene sowie ihre wertvollsten Links.
  3. Schützen Sie Ihre Domain durch zusätzliche Sicherheits-Tools oder Plugins.
  4. Durchsuchen Sie das Internet nach Duplikaten Ihres Contents, beispielsweise mit Copyscape.
  5. Behalten Sie etwaige Nennungen auf Socia Media im Auge.
  6. Überwachen Sie die Performance und Ladezeiten Ihrer Website, beispielsweise mit Pingdom.

search console seo

Negative SEO kann fatale Folgen haben. Mit fundiertem Fachwissen lassen sich jedoch auch hier Gegenmaßnahmen ergreifen.

Der Unterschied zwischen Onpage– und Offpage-Optimierung

Ganzheitliche Suchmaschinenoptimierung geht über die Grenzen von Keywords und Backlinks hinaus. Eine Vielzahl teils komplexer Einflussfaktoren bestimmen das Ranking einer Website.

In gewisser Weise sind Onpage- und Offpage-Optimierung das Yin und Yang des SEO. Doch was steckt hinter den Begriffen?

Onpage-SEO betrifft alle Ranking-relevanten Elemente auf einer Website. Beispielsweise die Seitenstruktur, Meta-Elemente oder auch Textkomponenten.

Offpage-SEO hingegen bezieht sich auf Aspekte fernab dieser Domain. In erster Linie sind das Backlinks oder Signale über Social Media.

Ansatz und Ausrichtung beider Teilgebiete sind verschieden. Eine Wechselwirkung ist jedoch unbestritten.

Ziel ist es nicht nur beide Seiten zu optimieren. Es gilt, diese optimal aufeinander abzustimmen.

Die wichtigsten Elemente des Onpage-SEO für Sie

Gezielte Onpage-Optimierung bildet das Grundgerüst jeder SEO-Strategie. Der Vorteil: Schon mit überschaubarem Aufwand lässt sich ein Großteil der Faktoren realisieren.

Lassen Sie uns die einzelnen Elemente der vier Hauptkategorien einmal unter die Lupe nehmen:

1. Seitenarchitektur

Hier geht in erster Linie um die technische Optimierung. Jeder kann an diversen Stellschrauben drehen, um das Ranking der eigenen Seite zu verbessern – ganz ohne Code und Programmierung.

Warum der technische Aspekt so wichtig ist?

Eine optimierte Seitenarchitektur gewährleistet optimale Usability. Je größer die Benutzerfreundlichkeit, desto positiver das Nutzungserlebnis. Und die User Experience ist entscheidend.

Wissen Sie, wie Agenturen mitunter die überzeugendste Informationsarchitektur konzipieren? Mit Klebezettel und Stift. Drei Faktoren sind für das Konzept entscheidend: Inhalte, Benutzer und Nutzungskontext.

Und auch Suchmaschinen bewerten Websites neben Content und Kontext zudem nach technischen Aspekten:

Crawlbarkeit & Indexierbarkeit

Hier geht es um die Benutzerfreundlichkeit für Suchmaschinen. Dabei bestimmen Faktoren wie Struktur, Code und Inhalt, wie Google und deren Crawler Website sehen und verstehen.

Eine Sitemap erleichtert die Navigation für Searchbots. Und optimiert somit die Indexierung. Je logischer die Seitenarchitektur, desto besser – für Suchmaschinen und Besucher gleichermaßen.

Verlinkungen. Ein nicht selten unterschätzter Faktor ist interne Verlinkung. Relevante Links zu anderen Unterseiten einer Domain sind Ranking-Signal für Google.

Warum? Webcrawler können innerhalb kürzerer Zeit die komplette Website indexieren. Und komplexe Strukturen somit leichter nachvollziehen.

Einblicke in die Crawling-Statistiken und etwaige Fehlerberichte liefert die Google Search Console. Als Webmaster sollten Sie diese im Auge behalten. Und entsprechend reagieren.

Sie können bestimmte Bereiche Ihrer Domain auch unzugänglich machen. Etwaige Sonderreglungen werden dabei in der sogenannten robots.txt festgelegt.

Allerdings sollten nur fortgeschrittene Nutzer auf dieser Ebene eingreifen. Sonst kann eine Domain versehentlich auch komplett aus dem Google Index verschwinden.

Ladezeit & Performance

Seien wir ehrlich: Geschwindigkeit ist entscheidend. Seit 2010 ist Page Speed offiziell Google Ranking-Faktor. Doch wie sieht die optimale Ladezeit aus?

Studien zufolge erwarten knapp die Hälfte aller Nutzer eine Ladezeit von maximal zwei Sekunden. 40 Prozente der Besucher wartet nicht länger als drei Sekunden. Und waren vermutlich auch das letzte Mal auf der Seite.

Die Optimierungsmöglichkeiten sind vielfältig. Einen ersten Einblick liefern die PageSpeed Insights von Google. Das Tool hilft beim Analysieren und Optimieren der eigenen Website.

Eine Alternative ist der Website Speed Test von Pingdom. Die Seite präsentiert optisch ansprechend eine Vielzahl von Details und Statistiken:

seo pingdom

Einen anderen interessanten Ansatz bietet der Website Speed Ranker. Hier lässt sich die Performance der eigenen Seite mit bis zu vier Konkurrenten vergleichen. Den zugehörigen Report gibt es allerdings nur per E-Mail.

Und dann können Sie sich an die Optimierung machen.

Mobiltauglichkeit

Mit der zunehmenden Bedeutung von Mobilgeräten wird auch die spezifische Optimierung von Websites immer wichtiger. Dabei ist Responsive Webdesign nahezu alternativlos.

Seit April 2015 gilt „Mobile Friendly“ als Ranking-Faktor. Mit Googles Test auf Optimierung für Mobilgeräte können Sie die Mobiltauglichkeit Ihrer entsprechend Website prüfen.

Sicherheitszertifikate

Google legt Wert auf Sicherheit. So ist seit 2014 die HTTPS-Verschlüsselung offizielles Ranking-Signal. Gängig ist die Einbindung über ein sogenanntes TLS-Zertifikat.

Zugegeben: Der Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking ist gering. Bei Besuchern kann eine sichere Verbindung jedoch Akzeptanz und Relevanz einer Seite entscheidend stärken. Allen voran im Bereich eCommerce ein kritischer Faktor.

Duplicate Content

Ein Thema, um das sich unzählige Mythen ranken. Fakt ist: Es gibt keinen Google Penalty für Duplicate Content.

Ähnliche oder gar identische Webinhalte sind nicht außergewöhnlich. Und auch nicht verwerflich. Problematisch wird es, wenn Inhalte bewusst dupliziert werden.

Auch hierzu bezieht Google Stellung. Und liefert zugleich praktische Ansätze für versehentliche Duplikate im Zuge einer Umstrukturierung: Kanonisierung beispielsweise. Oder sogenannte 301-Weiterleitungen.

2. Content

Die Grenzen zwischen SEO und Content Marketing verschwimmen zusehends. Für Suchmaschinen optimieren, heißt allen voran hochwertige und relevante Inhalte kreieren.

Vielleicht kennen Sie meinen ausführlichen Content-Marketing-Leitfaden? Dann erinnern Sie sich vermutlich an die These „Content is King“.

Insbesondere im Bereich Online Marketing ist dieser Ausspruch von Microsoft-Gründer Bill Gates zum geflügelten Wort geworden.

Hat diese Idee auch nach mehr als 20 Jahren noch Bestand? Im Prinzip schon. Allerdings mit einem Zusatz: „Context is Queen“.

Inhalt und Kontext regieren die Online-Welt. SEO bildet da keine Ausnahme.

Warum? Suchmaschinen wollen für jede Anfrage die bestmöglichen Vorschläge liefern. Dabei ist Relevanz entscheidend. Und eben Qualität.

Unterm Strich wollen Sie Besucher, Traffic generieren. Und dazu müssen Sie Inhalte optimieren. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen?

Qualität

Die Masse an täglich produzierten Webinhalten ist gigantisch. Es wird zunehmend schwerer, aus der Masse herauszustechen. Der vielleicht zuverlässigste Ansatz: Originalität und Qualität.

Besucher wollen einen Mehrwert. Ihre Texte sollten diesen nicht nur versprechen, sondern auch liefern. Und auch Suchmaschinen haben ein Gespür dafür.

Nicht nur das Thema ist entscheidend, sondern auch die Umsetzung. Und dazu gehören schon kleinste Details: Rechtschreibung und Grammatik beispielsweise. Und auch die Textverständlichkeit hat Einfluss auf die Bewertung.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber diese Schlagwörter finden Sie auch in diversen Listen der Ranking-Faktoren.

Nutzer von Suchmaschinen suchen in erster Linie Informationen. Im Idealfall ist Ihr Content die Antwort auf die Fragen Ihrer Besucher.

Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe. Verkomplizieren Sie nicht unnötig. Kommunizieren Sie prägnant.

Individualität

Was Sie sich auf anderen Blogs holen können? Inspiration, keine Inhalte! Stichwort Unique Content.

Nicht das Thema muss einzigartig sein, sondern Ihr Blickwinkel. Einzigartige und relevante Inhalte generieren Mehrwert. Suchmaschinen wissen das zu schätzen. Besucher ebenso.

Aktualität

Sind mehr Blogartikel gleichbedeutend mit besseren Rankings? Indirekt schon. Blogs mit vollerem Redaktionsplan bekommen beinahe zwangsläufig mehr Besucher. Und Resonanz ist ein Zeichen für Relevanz.

Auch Regelmäßigkeit ist wichtig. Egal ob Sie wöchentlich oder monatlichen einen Artikel veröffentlichen. Jeder neue Beitrag ist ein Signal an Suchmaschinen: Hier gibt es Neuigkeiten.

Und noch etwas: Vernachlässigen Sie Ihren alten Content nicht. Sie können diesen auch „frisch“ halten. Indem Sie Artikel regelmäßig mit aktuellen Informationen versorgen.

Hubspot, der Vorreiter in Sachen Inbound Marketing, generiert mit alten Artikeln 75 Prozent aller Blogaufrufe. Möglicherweise ist das bei Ihnen ähnlich.

Textlänge

Meine Empfehlung für die ideale Länge von Blogartikeln? So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Wichtig ist die Informationsdichte.

Allerdings lässt sich festhalten: Suchmaschinen mögen längere Texte. Weniger als 300 Wörter sollten es nicht sein. Artikel mit Wortzahlen im vierstelligen erhöhen die Chancen auf bessere Rankings.

keywords seo

Warum? Längere Texte bieten potenziell mehr Keyword-Variationen und Long-Tail-Keywords. Zudem lassen sich mehr Zwischenüberschriften und andere Signale unterbringen.

Doch jeder Text steht und fällt mit dessen Lesbarkeit und Verständlichkeit. Faktoren, die über die reine Wortzahl hinausgehen.

Keywords

Der Aspekt Keyworddichte hat im Laufe der letzten Jahre an Bedeutung verloren. Die Zeiten des Keyword Stuffings sind vorbei.

Wichtiger ist die strategische Platzierung von Schlüsselwörtern. Beispielsweise in URL, Überschriften und Meta-Description. Mehr dazu unter Punkt 3 der Onpage-Elemente.

Ein weiteres Schlagwort zeitgemäßer Suchmaschinenoptimierung: Semantik. Hierbei sind verwandte und relevante Begriffe im Themenumfeld des Keywords gemeint.

Durch semantische Analyse können Suchmaschinen die Suchabsicht ihrer User besser erkennen. Und so ideale Suchergebnisse liefern.

Ein Konzept, das in diesem Zusammenhang eine elementare Rolle spielt, ist WDF*IDF. Semantische Gesichtspunkte bestimmen die Optimierung von Content.

Keyword Recherche

Die Recherche und Analyse von Keywords bildet gewissermaßen das Fundament der Suchmaschinenoptimierung. Ohne Keywords kein SEO.

Keyword Research ist ein komplexes Thema, würde den Rahmen dieses Artikels allerdings ohne Zweifel sprengen.

Anleitungen in deutscher Sprache sind leider rar gesät. Im Englischen sieht das glücklicherweise anders aus:

Für die ersten Schritte auf dem Gebiet empfiehlt sich der Beginner-Guide von Hubspot. Wer auf der Suche nach dem ultimativen Leitfaden ist, wird auf Backlinko fündig.

Hier einmal die Eckpfeiler der Keyword Recherche im Überblick:

  1. Brainstorming:
    Erstellen Sie eine Liste mit Themen und Schlagwörtern rund um Ihre Branche.
  2. Analyse:
    Untersuchen Sie mithilfe eines Keyword Tools Faktoren wie Suchvolumen und Konkurrenz für Ihre Schlüsselwörter. Finden Sie darüber hinaus zusätzliche Variationen oder Vorschläge.
  3. Auswahl:
    Filtern Sie Ergebnisse nach gewünschten Kriterien und finden Sie passende Keywords mit Potenzial. Ideal ist ein hohes Suchvolumen bei geringer Konkurrenz – der Goldstaub unter den Suchbegriffen.

Vermutlich werden Sie mehr Zeit in die Keyword-Recherche stecken, als in den  eigentlichen Content. Außergewöhnlich ist das nicht.

3. Syntax & HTML

Keine Angst, ich möchte an dieser Stelle nicht in die Untiefen von Quelltext und Programmierung abtauchen. Auch ohne tiefgreifende Kenntnisse können Sie diverse HTML-Elemente im Hinblick auf SEO optimieren.

Hier einmal die wichtigsten im Überblick:

Meta Title

Zu den wichtigsten Content-Elementen jeder Webseite gehört zweifellos der Title Tag - ganz gleich, ob auf der Homepage oder einer Unterseite.

Vergleichbar ist dieses Element mit der Überschrift eines Zeitungsartikels. Im Idealfall wissen Leser und in unserem Fall Suchmaschinen direkt, worum es im Text geht.

Auf jeder Webseite sollte <title> genau einmal vorkommen.

Schauen Sie in Ihrem Browser einmal auf die Bezeichnungen der Tabs. Das ist der jeweilige Meta Title. Auch in den Suchergebnissen wird dieser angezeigt: In Google ist das die blaue Überschrift für den jeweiligen Eintrag. Darüber hinaus erscheint der Titel beim Teilen über Social Media.

Ein Keyword im Title Tag gilt als starkes SEO-Signal. Im Idealfall platzieren Sie dieses im vorderen Teil des Titels.

Auch die empfohlene Länge von maximal 65 Zeichen sollten Sie im Auge behalten. Sonst wird der Titel in Suchmaschinen nicht vollständig angezeigt.

Meta Description

Auch dieses Meta-Element ist für Suchmaschinen von Bedeutung. Wenn auch nicht im gleichen Maße wie der Meta Title.

Woran Sie eine (manuell) optimierte Meta Description erkennen? Werfen Sie einmal einen Blick auf die SERPs einer Google Suche:

Das Keyword kommt in dem grauen Beschreibungs-Text vor. Zudem ist der Text vollständig und wird nicht mit drei Punkten mitten im Satz abgeschnitten.

seo meta description

Schuld daran ist das Zeichenlimit innerhalb von Suchmaschinen. Als Richtwert für die Beschreibung gilt ein Maximum von 155 Zeichen.

Denken Sie daran: Optimieren Sie für Besucher, nicht für Suchmaschinen. Eine Aneinanderreihung von Keywords ist nicht nur unschön, sondern auch alles andere als nützlich. Und bewirkt vermutlich genau das Gegenteil.

Für die Optimierung beider Meta-Elemente lohnt ein Blick auf diese Seite.

Rich Snippets & Schema.org

Aussagekräftige Seitentitel und hochwertige Meta-Beschreibungen sind ein erster Schritt zu optimierten Snippets. Einen Schritt weiter geht Semantic Markup.

Spätestens seit Google Hummingbird Update haben sogenannte „Strukturierte Daten“ an Bedeutung zugelegt. Zusätzliche Hinweise und Informationen im Quelltext einer Seite generieren sogenannte Rich Snippets.

Vielleicht kennen Sie Suchergebnisse, bei denen Bewertungen inklusive Stern-Skala aufgeführt sind? Oder bestimmte Autoren, Produkte oder Preise? Solche Inhalte sind gemeint.

Der Standard für die Strukturierung von HTML-Elementen ist durch die globale Initiative Schema.org definiert. Über Googles Test-Tool für strukturierte Daten kann der Code zudem auf etwaige Probleme untersucht werden.

Überschriften

Das wichtigste Content-Element neben dem eigentlichen Text ist die Überschrift. Doch auch Keywords in Zwischenüberschriften gelten als Relevanz-Signal für Suchmaschinen.

Aus HTML-Sicht werden Überschriften nach ihrer Bedeutungsebene klassifiziert. So bezeichnet <h1> eine Überschrift erster Ordnung. Untergeordnet folgen <h2>, <h3>, <h4>, <h5> und <h6>.

Zusätzliche Informationen und Hinweise bietet folgender Artikel.

Die H1 sollte nur einmal pro Webseite verwendet werden. Bei Blogartikeln wird die Hauptüberschrift gewissermaßen zum Title Tag.

Mit zunehmender Textlänge kommt auch Zwischenüberschriften eine größere Bedeutung zu. Beim Überfliegen eines Textes bilden diese für Leser wichtige „Anker“. Und auch Suchmaschinen können Sie so ein strukturiertes Themengerüst liefern.

Nehmen wir einmal den vorliegenden SEO-Leitfaden als Beispiel:

Neben dem Titel nutze ich diverse Zwischenüberschriften unterschiedlicher Ordnung – angefangen bei H2-Überschriften, bis hin zu H4. Im oben aufgeführten Inhaltsverzeichnis wird die Hierarchie besonders deutlich.

4. Multimedia

Bei der Betrachtung von Onpage-Faktoren dürfen (audio-)visuelle Elemente nicht fehlen.

Ein ausgewogener Multimedia-Mix steigert in der Regel die gefühlte Qualität des Contents. Auch der Einfluss auf das Ranking ist unbestritten.

Doch wie sieht das im Detail aus?

Lassen Sie uns erneut das Thema Ladezeit und Performance aufgreifen. Fotos und Grafiken können hierbei den Unterschied ausmachen. Ohne Optimierung hinsichtlich Dateigröße und -format kann sich die Ladezeit einer Website schnell vervielfachen.

Doch nicht nur die Auflösung sollten Sie im Auge behalten. Finden Sie auch die passenden Worte für Ihre visuellen Inhalte:

Jedes Bild verfügt neben dem Dateinamen zudem über diverse HTML-Attribute. Mit relevanten Keywords können Sie Alt-Text, Titel und Beschreibung gezielt optimieren. Allerdings sollte der Mehrwert für Nutzer und Suchmaschinen im Vordergrund stehen.

Soviel zum Thema Onpage-Optimierung. Doch auch fernab der eigenen Domain gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren.

Die wichtigsten Elemente des Offpage-SEO für Sie

Die Mehrzahl der Onpage-Faktoren können Sie aktiv beeinflussen. Offpage-SEO hingegen geschieht in erster Linie passiv. Oder besser gesagt ist ein Resultat optimierter Onpage-Elemente und hochwertiger Inhalte.

Es gilt eine Brücke zu schlagen von Relevanz zu Resonanz. Folgende fünf Hauptbereiche bilden hierbei die Pfeiler:

1. Reputation

Wir befinden uns nach wie vor auf Domain-Ebene. Allerdings können Sie diese SEO-Signale nur indirekt beeinflussen.

Domain-Registrierung

Hat das Alter einer Domain Einfluss auf das Ranking? Im Prinzip schon. Jedoch sind in diesem Fall eine gewisse Aktivität sowie eine natürlich gewachsene Struktur Voraussetzung.

Auch die Domain-Historie kann entscheidend sein. Vor ein paar Jahren waren sogenannte Dropped Domains noch ein großes Geschäft. Heute lohnt ein Handel mit abgelaufenen Domains kaum noch.

PageRank (PR)

Seit dem Frühjahr 2016 ist der PageRank nicht mehr öffentlich einsehbar. Trotzdem gilt der Algorithmus nach wie vor als Ranking-Faktor. Wenn auch sehr wahrscheinlich in abgewandelter Form.

Domain Trust

Ein alternatives Konzept ist der sogenannte TrustRank. Bewertungsgrundlage ist in diesem Fall eine bestimmte „Vertrauens- oder Glaubwürdigkeits-Hierarchie“.

Suchmaschinen definieren und klassifizieren die Seriosität von Websites. Ein Link von angesehen Quellen verbessert dabei automatisch das Ansehen der verlinkten Seite.

Domain Authority (DA)

Auch diese Kennzahl bestimmt die Platzierung innerhalb der SERPs. Die Einflussfaktoren für diesen dynamischen Algorithmus sind vielschichtig:

Nicht nur Themenrelevanz ist entscheidend, sondern auch ein vielseitiges und ausgewogenes Backlink-Profil. Darüber hinaus haben Domainalter und Trust Einfluss auf die gefühlte und messbare Autorität einer Domain.

2. Backlinks

Links sind nicht alles, aber noch immer der Ranking-Faktor schlechthin. Linkbuilding war und ist fundamentaler Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Nur die Herangehensweise hat sich geändert.

Doch Backlink ist nicht gleich Backlink.

Anzahl

Stichwort Linkpopularität. Allerdings ist die Gesamtzahl der Rückverweise für die Messung des Bekanntheitsgrads einer Website nicht ideal. Erst in Relation zu folgenden zwei Faktoren gewinnt der numerische Ansatz an Bedeutung:

Qualität

Wichtiger als die Anzahl der Links ist deren Qualität. Doch was sind wirklich hochwertige Links?

Eine gute Grundlage sind die Metrics aus dem Abschnitt „Reputation“. Dazu kommt die Aktivität und Aktualität der jeweiligen Seite, auch im Hinblick auf Social Media. Doch das ist nicht alles:

Ankertext

Ein guter Link lässt sich bereits am Ankertext erkennen. Allerdings hat sich die Wahrnehmung im Laufe der Jahre geändert. Der Grund: Überoptimierung. Google Penguin lässt grüßen.

Dem natürlichen Ankertext gehört die Zukunft. Und der kommt auch ohne Keywords aus. Im Idealfall fließt der Linktext mit dem Content mit.

Streuung und Vielfalt hinsichtlich der Ankertexte ist ein Anzeichen für einen natürlichen Linkaufbau. Und ein natürliches Linkprofil ist die Grundlage für gute Rankings.

3. Social Signals

Der Zusammenhang zwischen Social Signals und Rankings ist umstritten. Entscheidend ist die Perspektive: Korrelation oder Kausalität, das ist die Frage.

Während einige Experten von einer Wechselwirkung ausgehen, sind andere von einem kausalen Zusammenhang überzeugt. Wobei mehr Social Signals das Resultat besserer Rankings sind, nicht umgekehrt.

social media SEO

Fakt ist: Interaktionen in sozialen Netzwerken erhöht die Chancen auf Traffic. Und das Nutzerverhalten von Website-Besuchern hat sehr wohl einen Einfluss auf die Positionierung innerhalb der Suchergebnisse.

Anzahl der Interaktion

Viraler Content ist kein Zufall. Jedoch gehört auch eine Menge Glück dazu. So merkwürdig das klingen mag.

Der erste Schritt zu möglichst vielen Reaktionen in sozialen Netzwerken? Hochwertiger Content. Und dann fehlt nur noch die passende Marketing-Strategie.

Woran Sie stets denken sollten: Tweets, Likes und Shares signalisieren Wertschöpfung. Machen Sie diese auf Ihrer Website sichtbar. Und seien Sie selbst aktiv.

Qualität der Interaktion

Ähnlich wie bei Backlinks gilt auch hier: Das wer ist wichtiger als das wie oft.

Sogenannte Influencer stehen für Ansehen und Vertrauen. Teilen Meinungsbildner Ihren Content, transportieren sie diese Werte auch auf Sie.

Zunächst einmal müssen Sie Influencer in Ihrer Nische ausfindig machen. Für beinahe jede Social Media Plattform gibt es Tools, die Ihnen dabei helfen. Und dann geht nichts über Networking.

Reputation

Auch Ihre eigene Online-Aktivität ist entscheidend. Je mehr seriöse und aktive Follower sowie Interaktion Sie in sozialen Netzwerken verzeichnen, desto höher die (gefühlte) Popularität. Auch das ist relevant für Suchmaschinen.

4. Traffic & User-Signale

Suchmaschinen gelingt es immer besser, die Suchabsicht ihrer Nutzer zu deuten. Ein Grund hierfür ist die Auswertung des Klick-Verhaltens.

Ein etwas älteres Konzept ist in diesem Zusammenhang die sogenannte Click Popularity. Je häufiger eine Seite in den SERPs angeklickt wurde, desto größer die angenommene Beliebtheit.

Ein Faktor, der dabei zu kurz kam: Relevanz. Zudem war das System anfällig für Manipulationen. Heute sind reine Klicks kein Qualitätsindikator mehr.

Doch Traffic und User-Signale sind nach wie vor von Bedeutung:

Click-Through-Rate (CTR)

Nicht nur bei Adword-Kampagnen ist die Klickrate ein wichtiger KPI. Auch in den organischen Suchergebnissen gibt das Verhältnis zwischen Impressionen und Klicks Aufschluss über Relevanz und Resonanz.

Bounce Rate

Eine weitere Kennzahl aus dem Bereich Web Analytics ist die Absprungrate. Gemessen wird der Anteil an Besuchern, bei denen der Seitenaufruf die einzige Aktion bleibt.

Das Problem bei diesem Ansatz? Als Webmaster kennen Sie die Ursache nicht. Hat der Besucher direkt gefunden, wonach er suchte? Oder war Unzufriedenheit der Grund?

Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick auf einen weiteren Wert:

Time on Site

Auch die Verweildauer ist ein gängiger Begriff bei der Traffic-Analyse. Wobei eine längere Zeitspanne in der Regel auf hohe Relevanz und Benutzerfreundlichkeit hindeuten.

5. Personalisierung

Besucher sehen SERPs nicht nur anders, sie bekommen auch unterschiedliche Suchergebnisse zu sehen. Außergewöhnlich ist das nicht.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

Standort

Andere Länder, andere SERPs. In den Einstellungen von Google können Sie Ihre gewünschte Sprache festlegen. Und danach richten sich auch die Suchergebnisse.

Noch offensichtlicher wird das bei Thema Local Search. Sie erinnern sich? Wenn ich das Wort „Pizzeria“ suche, bekomme ich Vorschläge für Taunusstein und Umgebung. Bei Ihnen sieht das vermutlich ganz anders aus.

Auch daran sollten Sie denken. Insbesondere wenn der regionale Aspekt für Sie und Ihren Unternehmenserfolg von Bedeutung ist.

Surf-Verhalten

Ähnlich dem Klick-Verhalten ist auch hier Ihre Aktivität ausschlaggebend für die Suchergebnisse.

Neben dem Browserverlauf speichert Google auch Suchanfragen in Ihrem Account. Und passt die SERPs entsprechend an:

Je öfter oder länger Sie eine Seite besuchen, desto größer sehr wahrscheinlich die Relevanz. Und das versucht Google zu berücksichtigen. Sie sollten das ebenfalls.

Social Network

Nutzen Sie ein Google+ Profil und haben dort einige bloggende Kontakte? Dann sind Sie in den Suchergebnissen bestimmt schon einmal auf Links zu themenverwandten Inhalten dieser Blogger gestoßen, oder?!

Das hier meine ich:

Hier nutzt Google Ihr persönliches Netzwerk. Und möchte Ihnen so potenziell relevanten Content präsentieren.

Fazit

SEO ist mehr als nur Linkbuilding. Die Bedeutung interessanter und relevanter Inhalte wächst stetig. Und lassen die Grenze zum Content Marketing zusehends verschwimmen.

Google möchte Mehrwert. Nutzer von Suchmaschinen möchten Mehrwert. Und Ihr Anspruch sollte es sein, diesen zu liefern – fernab von Ranking-Faktoren.

Hier noch einmal meine persönlichen Keyword-Empfehlungen zum Thema Suchmaschinenoptimierung:

  1. Relevanz: Recherche strategischer Suchbegriffe und Themenfelder
  2. Reichweite: Sichtbarkeit innerhalb der Suchergebnisse
  3. Rankings: Position für bestimmte Suchbegriffe
  4. Resonanz: Klick- und Surfverhalten von Usern
  5. Resultat: Langfristigkeit und Nachhaltigkeit mit messbaren Ergebnissen

Versuchen Sie nicht händeringend Ihr Ranking zu perfektionieren. Optimieren Sie Ihre Website! Finden Besucher auf Ihrer Seite Mehrwert, werden Suchmaschinen das auch honorieren.

Weitere Tipps dazu finden Sie hier.

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