Landing Pages

Landing Pages: Gezielt verkaufen

Landing Page erstellen. Immer öfter geht es um dieses Thema. Warum eigentlich? Ganz einfach, weil es für den Erfolg im Internet so wichtig ist.

Schnell und effektiv Kunden gewinnen – wer wollte das nicht?

Eine Landing Page stellt ein wichtiges Mittel zum Erfolg dar. So lassen sich Kunden gezielt ansprechen. Zur gewünschten Aktion anleiten.

In den letzten Jahren habe ich hunderte von Landing Pages und Webseiten analysiert. Immer weiter optimiert.

Dabei bin ich auf viele interessante und ungeahnte Erkenntnisse gestoßen.

Hier sind die wichtigsten Dinge, die ich während dieser Zeit gelernt habe.

  • Landing Page dieser Begriff begegnet mir immer öfter. Aber welchen Nutzen hat so eine Landing Page eigentlich?
  • Was unterscheidet Sie von meiner Unternehmenswebsite?
  • Wie funktioniert eine Landing Page?
  • Brauche ich sowas überhaupt?
  • Und wie erstelle ich sie am einfachsten und effektivsten?

Was unterscheidet eine Landing Page von meiner Unternehmenswebseite?

Auf eine regulären Webseite präsentieren Sie:

  • Ihr gesamtes Unternehmen.
  • Ihre Produkte oder Dienstleistungen.
  • Ihre Unternehmensphilosophie und -Geschichte.
  • Unterhaltsamen oder informativen Content.

Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, betreiben Sie in der Regel auch eine Website. Dort informieren Sie über Ihr Angebot. Der potentielle Kunde erhält also einen Überblick über Ihr Sortiment. Bekommt einen Einblick in Ihr Unternehmen. Kann eventuell auch gleich eine Bestellung aufgeben.

Der große Unterschied zu einer Unternehmensseite oder einem Web-Shop besteht darin, dass die Besucher hier keine Auswahlmöglichkeiten haben.
Sie werden ganz klar in eine Richtung gezogen.

Vorausgesetzt, die Landing Page erfüllt die Erwartungen und das Angebot ist attraktiv. So wollen und müssen die Besucher der Handlungsaufforderung einfach folgen.

Die Gestaltung einer solchen Website wird häufig von der Idee geleitet: Je mehr ich anbiete und zeige, desto mehr Kunden generiere ich.

Was ist eine Landing Page?

Die Idee einer Landing Page entsteht genau andersherum. Der Grundgedanke lautet hier:
Je spezieller ich eine bestimmte Zielgruppe anspreche.
Je genauer ich eines meiner Angebote an deren Bedarf ausrichte.
=> Desto eher erreiche ich sie. Hebe ich mich von Mitbewerbern ab. Bringe ich Interessenten dazu, mein Angebot auszuwählen.

Möglichst viele Besucher wahllos anzulocken ist nicht das Ziel. Es geht vielmehr darum, die richtigen Besucher anzuziehen und bei Ihren Bedürfnissen abzuholen.

Die Zielseite ist die Webseite, die nach dem Klick auf Ihre Anzeige geöffnet wird.
– Google

Das sagt Google zum Thema Landing Pages.

Wie funktioniert eine Landing Page?

Im Gegensatz zu einer Unternehmensseite ist die Landing Page als Einzelseite angelegt. Hier unterbreiten Sie potentiellen Kunden ein einziges Angebot. Mit klaren Argumenten. Einfach aufgebaut. Und ganz wichtig mit einer unmissverständlichen Handlungsaufforderung (Call to Action).

Der Besucher erreicht Ihre Landing Page zumeist über eine Online-Anzeige. Eine Suchanfrage. Einen direkten Link z.B. aus einer E-Mail. Oder eine Empfehlung eines (Affiliate)-Partners.

Was bedeutet: Er sucht gezielt nach Informationen. Zum Beispiel zu einem Problem. Einem Bedürfnis. Die Landing Page gibt eine Antwort darauf.

Man kann im Prinzip jede Seite, die bestimmte Punkte beinhaltet, als Landing Page bezeichnen.

Eine Landing Page sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Seite ist über das Anklicken eines Links oder Buttons erreichbar.
  • Sie zeigt dem Besucher klar und übersichtlich, worum es geht.
  • Sie kommt damit einem Bedürfnis oder einem Anliegen des Besuchers entgegen.
  • Sie enthält ein Element, das ihn zu einer Handlung, zur Response auffordert.

Welchen Nutzen hat eine Landing Page?

Sie legt den Fokus auf genau dieses Thema. Nur darauf. Sonst nichts. Das ist entscheidend für die Akzeptanz beim Leser.

Er fühlt sich abgeholt. Findet sich wieder. Bekommt Antworten auf die Fragen, die ihn interessieren.

All dies erzeugt Vertrauen. Stellt einen Expertenstatus heraus. Ihren Expertenstatus.

Die Landing Page bietet eine Lösung, kurz: einen präzisen Mehrwert. Wichtig sie verkauft nicht. Sie hilft Ihren Besuchern weiter.

Der Nutzen einer Landing Page besteht nicht darin, umfassend über Ihr Unternehmen zu informieren. Das Ziel ist es, dem Interessenten ein Angebot zu unterbreiten, das seinem augenblicklichen Interesse entspricht.

Dieses Angebot muss attraktiv genug sein, um ihm zu folgen. Und zwar ohne großen Aufwand.

Die Landing Page erstellen Sie mit …

Fokus auf drei Komponenten

  • Mehrwert.
  • Attraktivität.
  • Und eine Aufforderung, die einen hohen Nutzen bei geringem Aufwand verspricht.

Warum Sie eine Landing Page brauchen

Eine professionelle Landing Page ist als reines Marketing-Instrument zu sehen.

In den allermeisten Fällen ist das primäre Ziel einer Landing Page, mehr Umsatz zu generieren. Aber Vorsicht: Vermeiden Sie den größten Fehler.

Verkaufen Sie nicht sofort.

Im Internet gilt folgende Grundregel: Erst nach dem 5.-12. „In Kontakt treten“ entsteht eine Kaufbereitschaft beim Interessenten.

Wir Menschen möchten nämlich nichts verkauft bekommen. Wir wollen selbst entscheiden. Wir möchten uns erst einmal überzeugen. Sicher stellen, dass es das Richtige für uns ist.

Wenn Sie zu früh in den Verkauf gehen, springt beim Leser eine Blockade im Gehirn an. Und er verlässt die Seite. Selbst wenn Sie eine Angebot enthält, was er wirklich braucht.

Die häufigsten Anwendungsbereiche von Landing Pages

  • Sammeln von Benutzerdaten
  • Aufbau von Expertenstatus der Vermittlung von Wissen
  • Vertrauensaufbau durch Mehrwerte
  • Umfragen
  • Gewinnspiele
  • Rabatt-Aktionen
  • Bereitstellen von Produktinformationen
  • Gezielter Verkauf einzelner Produkte oder Dienstleistungen (Das sind dann aber Salespages, eine spezielle Form von Landing Pages)

Wobei der kreative Spielraum sehr groß ist und die Liste beliebig verlängert werden könnte. Sie soll Ihnen nur einen Eindruck vermitteln, was alles möglich ist.

Ein beliebtes Vorgehen bei Versicherungsunternehmen in Verbindung mit Landing Pages ist:

Besucher auffordern Informationen zu günstigen Versicherungen anzufragen. Ihre Daten zu hinterlassen. Diese werden dann gespeichert. Ausgewertet. Und später genutzt, um mit dem potentiellen Kunden Kontakt aufzunehmen.

Eine ähnliche Vorgehensweise findet man auch beim Thema Zahnersatz. Oder in vielen anderen Branchen. Der Aufbau einer Interessentenkartei ist ein wichtiges Ziel von Landing Pages.

Wie ist eine Landing Page aufgebaut?

Eine Landing Page erstellen, bedeutet, die oben genannten drei Komponenten in eine klare und aussagekräftige Struktur zu bringen.

Die Kunst des Weglassens ist hier ebenso gefragt wie die Begabung, Kompliziertes zu vereinfachen. Informatives emotional zu vermitteln.

Darauf sollten Sie besonders achten

1. Überschriften / Textelemente. So viel wie nötig, so wenig wie möglich – lautet die Devise. Die Überschriften sind das wichtigste Element einer Landing Page. Nur rund ein Fünftel der Besucher Ihrer Seite liest den kompletten Text.

Die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen liegt bei ca. 8 Sekunden. Das ist weniger als bei einem Goldfisch.

Heutzutage scannen wir die Seiten im Internet. Wir lesen nicht sofort. Erst wenn uns die Überschriften während des Scanvorgangs überzeugt haben. Der Text uns einfach zu lesen vorkommt, beginnen wir tiefer einzusteigen.

Und deshalb müssen unsere Überschriften knallen. Gut sichtbar sein. Auf der Seite hervorgehoben werden. Sich vom restlichen Text klar abheben.

Unserer einprägsamen Botschaften sollten klar, kurz und prägnant sein. Sie müssen durch Überschriften gut sichtbar vermittelt werden. Sie müssen das Interesse wecken, weitermachen zu wollen.

Der Text einer Landing Page soll aber vor allem den Mehrwert für den Leser klar herausstellen. Platzieren Sie Lösungen oder Vorteile klar und übersichtlich. Verheißen Sie nicht das Unmögliche. Vermitteln Sie Wissen, das über den reinen Nutzwert hinausgeht.

2. Menüführung. Keine Navigation. Das einfache Scrollen ersetzt die Navigation. Eine Landing Page ist als eine Einzelseite aufgebaut. So erfasst der Besucher auf einen Blick, worum es geht. Was er jetzt tun kann. Fokus ist hier wieder das entscheidende Stichwort.

3. Bildelemente. Wählen Sie eine Darstellung, die emotionalisiert. Gehen Sie auf einen Wunsch, ein Begehren ein. Stellen Sie das Ergebnis, die Lösung, die Antwort auf eine Frage bildlich dar. Lassen Sie auch hier alles weg, was den Besucher ablenken könnte.

4. Call to Action. Eine Landing Page erstellen Sie, um Conversion zu erzeugen. Das bedeutet auch: Sie müssen Ihren Besucher zu einer Interaktion bewegen. Das kann ein Button sein.

CTA

pixabay.com © Peter-Lomas

In vielen Fällen bietet es sich aber an, zunächst eine andere Handlung herauszustellen.

Gehen Sie hierfür vom Kundeninteresse aus. Was braucht der Besucher jetzt? Welches Interesse verfolgt er?

Bieten Sie ihm beispielsweise die Möglichkeit, ein kostenloses E-Book zu bestellen. Sich für einen E-Mail Kurs einzuschreiben. Tarife zu vergleichen. Eine unverbindliche Probemitgliedschaft abzuschließen.

CTA

pixabay.com © Maialisa

Was immer Sie anbieten: Der Aufwand muss für den Interessenten gering sein. Das E-Book kann er sich direkt nach Eingabe seiner E-Mail-Adresse herunterladen. Zum Vergleich wird er ohne Umwege weitergeleitet. Für den E-Mail-Kurs muss er lediglich seine E-Mail-Adresse eintragen.

5. Social Proof. Vertrauen erwecken durch Referenzen. Wir Menschen sind Herdentiere. Haben bereits andere etwas erfolgreich getan, steigt bei uns das Vertrauen in eine Sache.

Zeigen Sie also was wie haben.
Haben Sie namhafte Kunden?
Können Sie Gütesiegel aufweisen?

Lassen Sie abschließend Testimonials zu Wort kommen. Fügen Sie die entsprechenden Symbole ein.

Falls Sie Daten von Ihren Besuchern erfragen, stellen Sie klar, dass diese bei Ihnen in guten und vertrauenswürdigen Händen sind.

6. Ladezeiten der Landing Page. Lange Ladezeiten sind tabu. Dadurch verhindern Sie, dass ungeduldige Interessenten abspringen. Und Sie erhöhen den Überraschungseffekt – vorausgesetzt, Ihre Seite ist attraktiv gestaltet.

Lange Ladezeiten sind ebenso wie Keywordspamming oder die Darstellung nicht relevanter Inhalte ein Ärgernis der Suchmaschinenbetreiber. Halten Sie deren formelle Vorgaben ein.

Checkliste Landing Pages

Haben Sie Ihre Landing Page erstellt, können Sie mithilfe folgender Checkliste überprüfen, ob Sie an alles gedacht haben:

  • Einfacher Aufbau
  • Beschränkung auf ein Produkt oder eine Dienstleistung
  • Optimierung auf ein Bedürfnis
  • Emotionale und attraktive Gestaltung
  • Klare sprachliche Herausarbeitung von Verkaufsargumenten
  • Hoher Mehrwert
  • Deutliche Handlungsaufforderung
  • Geringer Aufwand, Ihnen zu folgen
  • Vertrauen durch Testimonials, Gütesiegel oder Ähnliches erzeugt
  • Optimale Ladezeiten
  • Formale Vorgaben eingehalten

Um dieses Prinzip anwenden zu können, ist eine fundierte Analyse im Vorfeld unumgehbar.

Dazu gehört:

  • Die Definition der Zielgruppe.
  • Die Kenntnis der Bedürfnisse Ihrer Besucher.
  • Ein attraktives Design.
  • Ein ansprechender Text, der die wichtigen Trigger enthält.
  • Eine klarer Call to Action (Handlungsaufforderung).
  • All das ist Teil der Umsetzung und wird in die Vorüberlegungen einbezogen.

Hinzu kommen Konzepte, wo und wie die Landing Page am besten gefunden werden kann. Beispielsweise über Werbeanzeigen. Ein Partner(Affiliate)-Programm. Über Videokanäle oder Blogs.

Eine sorgfältige Nachbereitung ist ein weiterer Schritt den Werbeerfolg sichern. Dazu gehört die Nutzung von Messinstrumenten. Erfassen Sie Klickten, Besuche, Bestellungen oder Downloads. Trocken Sie so viel wie möglich.

Optimieren Sie Ihre Landing Pages immer weiter. Das Betreiben einer erfolgreichen Landing Page ist ein Prozess. Und kein einmaliger Aufwand.

Es gibt viele Möglichkeiten gute Landing Pages zu erstellen. Zuerst müssen Sie entscheiden, ob Sie selbst hosten oder lieber in der Cloud arbeiten wollen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Fünf unkonventionelle Arten von Landing Pages, die jeder Unternehmer kennen sollte

Landing Pages sind ein phänomenales Marketing-Instrument. Effektiv optimieren bedeutet erfolgreich generieren. Ganz gleich ob Leads oder Sales.

Gibt es eine optimale Anzahl von Landing Pages für Unternehmen? Und ob! Nur einen universellen Richtwert gibt es nicht.

Sagen wir so: Ihr Angebot gibt die Richtung vor. Ihre Marketing-Strategie bestimmt das Schritttempo.

Erstaunliche 48 Prozent aller Marketer erstellen für jede Kampagne eine neue Landing Page. Was bedeutet das im Umkehrschluss? 52 Prozent verschenken Potential!

Machen wir uns nichts vor: Landing Pages sind aufwendig. Deren Optimierung eine kleine Wissenschaft für sich. Aufwand, der sich in der Regel auszahlt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Hand aufs Herz: Wie viele Landing Pages haben Sie selbst?

Mehr Landing Pages bedeuten potentiell mehr Leads für Ihre Webseite. Jede Marketing-Kampagne ist anders. Vermutlich auch die jeweilige Zielgruppe.

Die Botschaft Ihrer Landing Page muss prägnant sein. Sie müssen die Sprache Ihrer Zielgruppe sprechen. Deren Nerv treffen.

Sie wollen Besucher zu Interessenten machen. Dazu müssen Sie einen Mehrwert kommunizieren. Je konkreter, desto besser.

Können Sie das für eine breitgefächerte Zielgruppe? Wohl kaum!

Sehen Sie Ihre Landing Page als Schaufenster. Und dann gestalten Sie entsprechend.

Nehmen wir an, Sie haben einen Buchladen. Dann können Sie einen Querschnitt diverser Genres in die Auslage packen. Oder aber Sie kreieren eine kleine emotionale Erlebniswelt um einige spezifische Bücher herum. Sagen wir den Hobbit.

Nicht anderes wollen Sie mit Ihrer Landing Page. Sie wollen Menschen zeigen, was sie brauchen. Und warum sie es genau bei Ihnen finden.

Viele Geschäfte haben eine Schaufensterfront. Ein paar Eckläden vielleicht zwei. Auf Ihrer Webseite können Sie unzählige haben. Je nachdem aus welcher Richtung schlendernde Passanten kommen.

Sie wollen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Interessen ansprechen? Erstellen Sie separate Landing Pages. Auch wenn das Produkt das gleiche ist.

Der Vorteil? Sie können Ihre Zielgruppe direkter ansprechen. Verstärken Sie das Bedürfnis. Mit einer klaren Botschaft.

Schöpfen, schöpfen, schöpfen

Sie sind skeptisch?

Hubspot, der Vorreiter in Sachen Inbound-Marketing, hat die Landing Page Strategie von 7.000 Unternehmen unter die Lupe genommen. Mit interessanten Erkenntnissen:

Wird die Anzahl der Landing Pages von 10 auf 15 erhöht, steigt die Leadgenerierung um 55 Prozent. Bei jenseits der 40 Landing Pages ist die Leadgewinnung mehr als fünfmal so hoch.

Landing Pages erstellen heißt Potential ausschöpfen. Je mehr, desto besser. Warum?

  • Größere Vielfalt
  • Breit gefächertes Marketingmaterial
  • Höhere Zielgruppengenauigkeit
  • Bessere Conversion-Rate

Fakt ist: Anzahl und Ausrichtung von Landing Pages beeinflussen die Leadgewinnung entscheidend.

Auch Ihre Webseite kann besser konvertieren. Indem Sie diverse Landing Pages kreieren und optimieren.

Wie Sie die eigene Vielfalt erhöhen können? Denken Sie nicht nur an unterschiedliche Produkte. Oder abgewandeltes Design und angepasste Tonalität.

Es gibt unterschiedliche Arten von Landing Pages. Über die drei wichtigsten spreche ich in einer aktuellen Periscope-Episode. Für diesen Artikel habe ich einmal fünf unkonventionelle Beispiele zusammengestellt.

Die Ziele Ihres Unternehmens und Ihrer Kampagnen kennen Sie selbst am besten. Jetzt gilt es die passende Landing Page zu finden. Und dabei möchte ich Ihnen helfen:

Die „180 Grad“ oder „Upside Down“ Homepage

Sind Sie jemand, der in schöner Regelmäßigkeit in die Statistiken von Google Analytics abtaucht?

Dann kennen Sie vermutlich auch die meistbesuchte Seite Ihres Webauftritts.

Alles andere als Ihre Homepage wäre dabei eine Überraschung!

Wahrscheinlich haben Sie Zeit, Geld und Gedanken investiert. Das Ziel? Eine ansprechende Startseite mit den wichtigsten Informationen über sich und Ihr Unternehmen. Praktisch Ihre Visitenkarte im Netz.

Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihre Homepage als Landing Page zu betrachten?

Oberflächlich betrachtet ist Ihre Startseite eine Landing Page. Hier landet vermutlich ein Großteil der Besucher auf Ihrer Seite.

Schaffen Sie es auch, diese Besucher auf Ihrer Seite zu halten? Oder eine bestimmte Reaktion zu triggern?

Besucher sind großartig. Vorausgesetzt sie werden zu Interessenten. Und das ist der Knackpunkt.

Wissen Sie was gutes Webdesign ausmacht? Es funktioniert. Soll heißen: Die visuelle, strukturelle und funktionale Gestaltung wirkt.

Wie sieht das bei Ihrer eigenen Seite aus?

Online Entrepreneur Bryan Harris hat ein faszinierendes Konzept geprägt: Die sogenannte „Upside Down Homepage“. Eine effektive 180 Grad Drehung:

Er hat Design und Layout seiner Startseite auf den Kopf gestellt. Und macht so 35 Prozent mehr Besucher zu Abonnenten.

Klingt vielversprechend! Doch was ist das Geheimnis? Entscheidend ist die Hierarchie der einzelnen Elemente:

Above the fold

Der Teil jeder Webseite, der auf den ersten Blick sichtbar ist. Ohne scrollen. Auch wenn sich Nutzer im Web daran gewöhnt haben. Auf diesen Bereich fällt 80 Prozent der Aufmerksamkeit.

Bei der „Upside Down Homepage“ steht hier der erste Call-To-Action. Ein Opt-In für Ihren Newsletter zum Beispiel. Vielleicht in Verbindung mit einem kostenlosen Ratgeber.

Die Idee? Dem Besucher direkt das geben, was er möchte. Ohne Umschweife.

Social Proof

Visualisieren Sie Ihr Prestige. Ihre Kompetenz sollte sichtbar sein. Dann wird Vertrauen spürbar.

Hier kommen Ihre Aushängeschilder hin: Nennenswerte Auftraggeber und Kooperationen oder Veröffentlichungen auf anderen Seiten.

Sie haben weder das eine, noch das andere? Bauen Sie ein griffiges Zitat ein. Von einem Influencer in Ihrer Nische.

Roadmap

Stellen Sie sich vor, Sie geben Ihren Besucher eine skizzierte Wanderkarte in die Hand. Wie gelangt jeder an sein gewünschtes Ziel. Das sollte hier klar werden. Auf einen Blick.

Sie können auch ganz gezielt einen Verkaufstrichter einbauen. Und so herausfinden, wo Ihre Besucher sich in diesem befinden:

Bieten Sie Hilfe an. Fragen Sie konkret nach Problemen und Wünschen Ihrer Besucher. Und dann bieten Sie die jeweilige Lösung. Kreieren Sie individuelle „Lead-Magneten“.

Storytelling

Hier sollte Ihr bester Content Platz finden. Denken Sie an einen Besuchermagneten. Wir suchen nicht Ihren liebsten Blogbeitrag, sondern den beliebtesten Artikel auf Ihrer Seite. Die Seitenaufrufe in Google Analytics verraten es. Und dann machen Sie aus dem Text eine kleine Geschichte. Mit folgenden Erzählstufen:

1. Veranschaulichen Sie das Resultat, den Mehrwert.

2. Kommunizieren Sie ein konkretes Problem.

3. Liefern Sie Argumente.

4. Deuten Sie die Lösung an.

So ziehen Sie Ihre Besucher in die Seite hinein.

Nehmen wir an, Sie haben Interesse geweckt. Der nächste logische Schritt? Eine konkrete Handlungsaufforderung:

Call-To-Action

Der CTA am Ende Ihrer „Marketing-Geschichte“ ist nicht nur Wegweiser. Sie nehmen Ihre Besucher gewissermaßen an die Hand. Und führen sie schrittweise zum gewünschten Ziel.

Ihre Besucher müssen wissen, was Sie zu tun haben. Und welchen Mehrwert dieser Schritt verspricht.

Nehmen Sie den Faden Ihrer Geschichte wieder auf. Formulieren Sie ein knackiges Versprechen.

Navigation

Spätestens jetzt sollte der Name des Konzepts klar sein. Die Seite scheint tatsächlich auf dem Kopf zu stehen. Zumindest nach Maßstäben konventioneller Webgestaltung.

Mit der Navigationleiste am Ende Ihrer Seite soll der Fokus auf dem Entscheidenden liegen: Ihrem Angebot und der Conversion.

Die Idee? Besucher wollen zunächst eine gute Geschichte. Und erst dann Optionen. Durch diesen Schritt konnte Bryan die Bounce Rate entscheidend senken. Um beeindruckende 83 Prozent.

Die Zahlen sprechen für sich. Die „Upside Down Homepage“ also das Landing Page Geheimrezept schlechthin?

Mein Vorschlag: Probieren Sie es aus. Bei einer Ihrer nächsten Kampagnen. Setzen Sie jedoch nicht alles auf ein Pferd. A/B-Testing ist auch hier der Schlüssel zur strategischen Optimierung.

Die „Einwurfbox“ oder „Lead Capture“ Landing Page

Mit Ihrer Landing Page wollen Sie vermutlich Ihren Kundenstamm ausbauen. Oder Ihren E-Mail-Verteiler.

Was Sie dazu brauchen? Interessierte Besucher. Interesse ist greifbar. Jeder dieser Besucher sendet Ihnen ein Signal. In Form persönlicher Daten.

Meist handelt es sich um die E-Mail-Adresse. Vielleicht sogar der Name.

Vergleichen Sie es mit einer Visitenkarte, die Ihnen jemand in den Briefkasten wirft. Eine dezente Aufforderung zur Kontaktaufnahme.

Anders als bei der „180 Grad“ Homepage wird hier komplett auf eine Navigationsleiste verzichtet.

Im Idealfall gibt es genau einen Link: die Schaltfläche. Mit dieser übermitteln Besucher ihre Details. Und somit ihr Interesse.

Wie Sie eine solche Landing Page für sich und Ihr Unternehmen nutzen können?

Sagen wir Sie haben das enorme Potential von Webinars erkannt. Mit Ihrer Landing Page sammeln Sie dafür die notwendigen Registrierungen.

Eine griffige Überschrift und die Eckdaten zum Webinar sollten reichen. Inklusive einfacher Anmeldemöglichkeit. Bleiben Sie minimalistisch!

Die Daten-Hürde

Aber bedenken Sie: Kunden sind misstrauisch, wenn es um persönliche Daten geht.

Fast zwei Drittel der Deutschen sind im Hinblick auf Datenschutz skeptisch. Nur 15 Prozent glauben, dass ihre personenbezogenen Daten verantwortungsvoll behandelt werden.

Wie Sie diese Hürde nehmen können? Bieten Sie einen Mehrwert. Bewegen Sie Ihre Besucher zu einem Tausch.

Sie können kostenlose Ressourcen anbieten, beispielsweise ein eBook. Oder einen Schnupperkurs für Ihren Online-Kurs. Oder aber einen unverbindlichen Testzeitraum für Ihr Produkt.

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pixabay.com © haderer17

Liefern Sie einen guten Grund, warum Kunden ihre Daten in Ihre Hände legen sollten. Machen Sie Vertrauen greifbar.

Ein Ratschlag meinerseits: Halten Sie das Anmeldeformular übersichtlich. Weniger Formularfelder bedeutet in der Regel eine höhere Conversion.

Über ein Formular können Sie Ihre Interessenten besser kennenlernen. Indem Sie Fragen einbauen. Im Idealfall mit wenigen, leichtverständlichen Antwortmöglichkeiten als Dropdown-Liste.

Nutzen Sie diese Möglichkeit! So sehen Sie unter Umständen direkt, welcher interessierte Besucher relativ schnell zum überzeugten Kunden werden könnte. Je nachdem, wo in Ihrem Verkaufstrichter sich der jeweilige Interessent befindet.

Auch Ihre Folgekommunikation können Sie so zielgenauer ausrichten.

Und noch etwas: Hinterfragen Sie kritisch Ihr eigene Landing Page! Denken Sie als Kunde, nicht als Unternehmer.

Nehmen wir an, Sie sind als Interessent auf Ihrer Seite. Würden Sie das Formular ausfüllen und absenden?

Ist die Antwort kein entschiedenes „Ja!“, sollten Sie nachbessern. Wer verschenkt schon gerne potentielle Kunden?

Die virale Landing Page

Ihre Landing Page soll in erster Linie konvertieren. Aber Sie wollen auch animieren. Aufmerksamkeit für sich und Ihr Produkt erzeugen.

Und wie können Sie das besser als über Social Media?

Vermutlich wird Ihre Landing Page nicht direkt zum Besuchermagneten. Aber Sie können die Reichweite Sozialer Netzwerke effektiv nutzen.

Sagen wir, Sie stehen vor der Einführung einer neuen App für Smartphones. Oder einer vielversprechenden Online-Plattform.

Können Sie schon vor der Veröffentlichung für Aufsehen sorgen? Und ob!

Texten Sie eine knackige Landing Page. Wecken Sie Neugier bei Ihren Besuchern. Und einen gewissen Drang, spannende Neuigkeiten mit Freunden und Bekannten zu teilen – über Social Media.

Bauen Sie nicht einfach die üblichen Sharing Buttons ein. Animieren Sie zum Teilen:

Binden Sie clevere Botschaften oder interessante Fakten auf Ihrer Landing Page ein. Kurze Nachrichten, die mit einem Klick auf Twitter landen können.

Triggern Sie bei Ihren Besuchern das Bedürfnis, sich mitzuteilen. Und zu teilen.

Neugier wecken

Die Idee? Hinter den Kulissen passiert etwas Spannendes. Ich habe zuerst davon erfahren. Oder möchte als einer der ersten davon erfahren. Und anderen davon berichten. Neuigkeiten als digitales Zugpferd.

Einen Schritt weiter gehen Gewinnspiele und Verlosungen. Der Anreiz eines lukrativen Preises kann sehr wohl zum Teilen verleiten.

Allerdings sind Gewinnspiele auf Facebook oder ähnlichen Kanälen im Social Web nicht unumstritten. Stichwort: rechtliche Grauzone.

Ein entscheidender Faktor ist Transparenz. Dazu kommen die Richtlinien der einzelnen Plattformen.

Es ist eine Sache, Menschen zur Teilnahme an einem Gewinnspiel zu bewegen. Das Ganze als verkapptes Schneeballsystem aufzuziehen, eine andere.

Begeben Sie sich nicht unnötig auf dünnes Eis!

Dann lieber auf alternative Marketing-Instrumente setzen. Online-Spiele zum Beispiel oder Videos.

Ein ziemlich aktuelles Beispiel für ein gelungenes Gewinnspiel mit viralem Video-Content: „The DNA Journey“ des Reiseanbieters Momondo.

Das Geheimnis? Emotional Storytelling. Vielleicht haben Sie das Video sogar schon gesehen. Ohne zu wissen, dass es sich um ein Gewinnspiel handelt.

Sie sehen, eine virale Landing Page ist möglich. Mit finanziellen Mitteln oder einer zündenden Idee.

Die „Korridor“ oder „Click-Through“ Landing Page

Sie wollen Besuchern die Vorteile Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung näher bringen? Bei einem Mindestmaß an Interaktion?

Dann nutzen Sie Ihre Landing Page als Korridor.

Die Idee? Sie stellen Ihr Angebot vor. Kurz und knackig. Und animieren Besucher anschließend zu einem Klick. Ganz gezielt. Auf Ihre eigene Webseite oder Ihren Online-Shop.

Sie leiten Ihre Besucher nicht nur durch Ihre Seite. Sie leiten Sie hin zu dem gewünschten Produkt.

Ein winziger Zwischenschritt. So beziehen Sie Ihre Besucher in den Prozess ein. Interessenten müssen aktiv werden. Um mehr zu erfahren. Oder den Kaufwunsch voranzutreiben.

Ihre Landing Page informiert. Die entsprechende Zielseite konvertiert.

An die Hand nehmen

Denken Sie sich Ihre Besucher als Passanten in der Fußgängerzone. Mit einer Click-Through Landing Page verteilen Sie Handzettel.

Sie sagen Leuten, was sie erwartet. Und wo sie es finden können. Interessenten werden anschließend bewusst den gewünschten Weg einschlagen. Zu Ihrem Geschäft.

So kann sich Ihre Landing Page auf das Produkt fokussieren. Nicht auf den Verkaufsdialog. Sie können Neugier wecken. Ganz ohne Ihre Interessenten unter Druck zu setzen.

Verzichten Sie auf ein Formular. Im Idealfall reicht ein einziger Call-To-Action: Der Link, welcher Besucher auf Ihre Webseite weiterleitet.

Sind Sie ein Freund von Pop-ups? Auch diese können Sie auf Ihrer Landing Page wirksam einsetzen. Indem Sie einen kleinen Dialog erzeugen.

Kurze Fragen, die neugierig machen. Und Ihre Besucher „Klick für Klick“ dichter an Ihre Angebotsseite bringen.

Der Vorteil? Sie lassen Ihren potentiellen Kunden mehr Raum. Sie wecken subtil Interesse. Im Idealfall triggern Sie so den Kaufimpuls.

Die entstaubte Landing Page

Nehmen wir an, Ihr letztes Webinar war ein voller Erfolg. Sie haben über Gastartikel und Social Media erfolgreich die Werbetrommel gerührt.

Doch was passiert mit Ihrer Landing Page, wenn das Event vorbei ist?

Vermutlich wissen Sie, wie schwer es ist Backlinks zu generieren. Warum also nicht die vorhandenen Links bestmöglich nutzen?

Zeigen Sie Nachzüglern, was sie verpasst haben. Veranschaulichen Sie den Erfolg der abgelaufenen Veranstaltung. Und wecken Sie Neugier auf den Folge-Event.

So machen Sie aus einer vermeintlich schlechten Nachricht eine gute.

Teilen Sie ein paar Eindrücke und Statistiken. Bieten Sie die Möglichkeit einer E-Mail-Benachrichtigung. Oder direkt die Anmeldung für das kommende Webinar.

Wie sieht es bei ausverkauften Produkten im Online-Shop aus?

Auch hier können Sie veraltete Landing Pages wirkungsvoll umgestalten. Und auf ähnliche Produkte hinweisen. Oder aber mit Countdown und gedanklichem Trommelwirbel den Nachfolger ankündigen. Inklusive Benachrichtigung für interessierte Besucher.

Alternativ können Sie auch einen „Redirect“ einbauen und Besucher auf eine andere Seite umleiten. Und diese entsprechen personalisieren und optimieren.

Nutzen Sie diese Möglichkeit! Auch für Ihre Webseite und Ihren Newsletter.

Aus Pfui mach Hui!

Kennen Sie den Begriff „Toter Link“?

Sagen wir, Sie haben Ihre alte Landing Page gelöscht. Klickt jemand auf einen Link zu dieser Seite in einem älteren Gastartikel, wird automatisch eine Fehlerseite angezeigt.

Der sogenannte 404 Error – Seite nicht gefunden. Bestimmt haben Sie diese Meldung schon einmal im Netz gesehen.

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Hand aufs Herz: Kennen Sie eine ansprechende 404-Fehlerseite?

Diese Seiten informieren über technische Probleme. Meist in Webmaster-Deutsch. Ganz ohne gestalterische Elemente. Doch es geht auch anders! Mit einer individuellen Fehlerseite.

Nutzen Sie die kleine Panne für einen unerwarteten Dialog. Animieren Sie den Besucher auf Ihrer Seite zu bleiben.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber 404-Seiten können sogar konvertieren! Vorausgesetzt Sie sind kreativ. Und treffen den richtigen Ton.

Ähnlich ist das bei der Abmeldeseite für Ihren Newsletter.

Niemand verliert gerne Abonnenten. Wissen Ihre Leser das?

Sie können sich mit der automatisierten Standardseite zufrieden geben. Oder aber Sie suchen den Dialog. Und versuchen ehemalige Abonnenten anderweitig an sich zu binden. Beispielsweise über Social Media.

Fazit

Ihre Marketing-Strategie steht und fällt mit Landing Pages. Optimieren sollten Sie jede einzelne. Aber auch deren Anzahl.

Finden Sie heraus, welche Art am besten zu Ihnen und Ihrem Produkt passt. Jede Kampagne ist einzigartig. Das gleiche gilt für Ihre Landing Page.

Gehen Sie strategisch vor. Design und Tonalität Ihrer Landing Page muss zu Ihrer Zielgruppe passen. Und die ist je nach Traffic-Quelle anders:

  • Organische Suchergebnisse
  • Google AdWords
  • Social Media Posts
  • Facebook Ads
  • Gastartikel
  • Newsletter

Formulieren Sie eine klare Zielsetzung. Machen Sie sich bewusst, woher Ihr Traffic kommt. Und wie Ihre Zielgruppe aussieht. Und dann passen Sie Ihre Content-Strategie entsprechend an. Mit der passenden Landing Page.

Und noch etwas: Personalisierung ist Trumpf! Schneidern Sie Ihre Kommunikation nicht auf eine Zielgruppe zu, sondern einen einzelnen Leser. So merkwürdig das klingen mag.

Sie wollen eine ansprechende Botschaft. Und Sie sollten mit Ihrer Botschaft Besucher ansprechen. Erkennen Sie den Unterschied?

Je dichter Sie an Ihren Besuchern sind, desto dichter sind Sie an einer Conversion. Ein personalisiertes Nutzererlebnis verstärkt den Kaufwunsch entscheidend.

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